Dienstag, 08.09.26
Limoges - La Coquille
🚴 51 km
⬆️ 580 Hm
⬇️ 520 Hm
Mit leichtem, angenehmem Rückenwind bei 21 Grad setze ich heute meine Fahrt fort. Zunächst auf der Nationalstraße 21 entlang der Vienne Flussabwärts. Die Straße ist zwar vielbefahrenen, aber ich fühle mich jederzeit sicher, da die allermeisten Fahrer ausreichend Abstand halten.
Kurz nach 10 Uhr hatte Antoine mir geschrieben, dass mein Fahrrad fertig sei und ich die Reise fortsetzen könne. Die Gepäcktaschen waren fertig, so dass ich mit einem georderten UBER-Taxi zum Laden fuhr.
Gegen 11 Uhr war ich schließlich startklar, und es ging endlich wieder los.
In Aixe-sur-Vienne verlasse ich die Vienne, an der ich bei meiner Zwangspause in Limoges oft entlang spaziert bin.
In dem Dörfchen Flavignac lege ich in einem unscheinbaren Gasthof eine Pause ein. Der Gastraum ist brechend voll, und die Gäste schlemmen köstliche Speisen aus dem Menu du jour.
Ich wähle die Tagessuppe, es ist eine herzhafte Gemüsecreme,
Dazu wird natürlich Brot gereicht.
Dann kam die Frage nach dem Nachtisch, dachte ich jedenfalls. Weder der Google Übersetzer noch ich verstanden ihren Slang.
Nach einem kurzen hin und her, rundherum amüsiert man sich schon über die Situation und ich sage lächelnd "egal". Sie wiederholt "egal", und ist wieder weg in die Küche.
Nach ein paar Minuten kam der vermeintliche Nachtisch:
Naja, die leckere Hähnchenkeule schaffe ich noch, der Rest ist einfach "too much".
Die Handwerker neben mir verspeisen noch eine Käseplatte, nachdem sie sich, nach den beiden Vorspeisen, an einer schönen Portion Schweinefleisch mit Kartoffeln und Bohnen vergnügt haben.
So langsam leeern sich die Plätze, die meisten werden wohl zu ihren Arbeitsplätzen zurückkehren. Ich staune nicht schlecht, als dann die Käseplatte noch zu mir kommt, die dreht einfach ein paar Runden durch das Lokal.
Dankend lehne ich ab, nur ein Café, der ist jetzt noch nötig.
L'addition, s'il vous plaît: 15 € 😂
Bei meiner Weiterfahrt komme ich an diesem idyllischen See vorbei. Teiche, kleineren Seen und Bächen begegne ich in Frankreich immer wieder.
Maronen gedeihen hier prächtig.
Gegen 16 Uhr erreiche ich die Pilgerherberge in La Coquille.
Gepäck und Schuhe dürfen aus hygienischen Gründen nicht mit ins Haus. Hinter dem Haus gibt es einen kleinen Schuppen, in dem man alles abstellen kann. Die Sachen, die man drinnen benötigt, kommen in eine Kunststoffkiste.
Für die Betten gibt es einmal Spannbetttücher, auf die man den Schlafsack legt - prima Konzept!
Die beiden Betreuer bereiten ein gemeinsames Abendessen vor, dem um 18.30 Uhr ein come together - Aperitif vorausgeht.
Die Franzosen haben's schon drauf, zu genießen!