Samstag, 15. August 2026

Camino de Santiago 2026

Tag 1
Samstag, 15.08.2016
Kall - Gerolstein
🚴58,3 km
⬆️ 830 Hm
⬇️ 770 Hm

Wo beginnt er eigentlich, der Jakobsweg?
Das Ende des Weges, das Ziel, ist klar, es ist das Grab des Hl. Jakobus in der Kathedrale von Santiago de Compostela, im Nordwesten von Spanien in der autonomen Gemeinschaft Galicien.
Wikipedia schreibt dazu: "Auf die Frage, wo der Jakobsweg beginne, erhält man in Spanien die Antwort: „El camino comienza en su casa“ (Der Weg beginnt in Ihrem Haus)."
So sollte es diesmal bei mir auch sein, von zu Hause aus, das hatte ich mir vorgenommen,  und nun bin ich seit heute mit meinem E-Bike auf dem Jakobsweg Richtung Santiago de Compostela unterwegs.
Der Weg führt mich heute von der Nordeifel in die Vulkaneifel, Zielort ist Gerolstein.
Zusammen mit meinem Sohn Christian, der mich die ersten beiden Tage begleiten wird, und mit meinen Freunden Markus und Andreas, die mich heute ein Stück des Weges begleiten.
Als wir gegen Mittag starten, zog wieder Rauch und Asche vom Waldbrand bei Hürtgenwald über Kall. Aber auch im Urfttal und hoch bis Schmidtheim war der Feuergeruch in unseren Nasen.
Andreas kannte sich perfekt in der gesamten Gegend rund um unsere Route bestens aus, so dass wir auf seine Empfehlung hin ein paar Kilometer einsparen konnten, ohne schlechtere Wege nutzen zu müssen. So führte er uns sicher bis Feusdorf, wo sich unsere Wege leider schon trennen mussten. Schade, mit Andreas und Markus wäre ich gerne noch einige Tage gefahren!
So setzten Christian und ich den Weg nach Gerolstein alleine fort. Die weitere Strecke war mir sehr vertraut durch unsere jährliche Wallfahrt zum Grab des Apostels Matthias in Trier. Und dennoch, ein kleiner Fehler in Bewingen, wo wir nicht links sondern rechts an der Kapelle vorbei radelten, bescherte uns einen steilen Anstieg zum Abzweig zur Kasselburg und eine rasante kurvenreiche Abfahrt nach Pelm, von wo aus wir zügig das in Rauch gefüllte Gerolstein erreichten. 
Die WarnApps meldten starke Rauchentwicklung aufgrund des Flächenbrands im Hohen Venn.
Ich hoffe, dass wir auf unserer weiteren Strecke von Feuer und starkem Rauch verschont bleiben und keine Umwege nehmen müssen.