Sonntag, 20. September 2026

Von Villafranca Montes de Oca nach Burgos

Tag 37
Sonntag, 20.09.26
Villafranca Montes de Oca - Burgos 
🚴 45 km
⬆️  420 Hm
⬇️  500 Hm

Für heute habe ich eine kurze Tour geplant, da ich Burgos besichtigen möchte und ein Tag mit weniger Kilometer mal ganz gut tut. Seit meiner Zwangspause in Limoges bin ich jeden Tag gefahren. Hier in Spanien will ich ohnehin etwas mehr Zeit für die Orte und die Landschaft einplanen.

Die Route führt weitgehend über die Nationalstraße N 120 und bietet wenig Interessantes.
Eigentlich wollte ich über San Juan de Ortega fahren, aber der Camino als auch die alternativ Strecke waren mir nicht fahrradtauglich genug, also weiter auf der Nationalstraße. 

Auf halber Strecke kommt ein Abzweig nach San Juan de Ortega. Den könnte ich nehmen, wären 3 km hin und wieder zurück mehr, das passt.

Der Ort verdankt seinen Namen und seine Existenz dem heiligen Johannes von Ortega (1080–1163), einem Schüler des Domingo de la Calzada. Gemeinsam widmeten sie ihr Leben der Verbesserung der Infrastruktur für Jakobspilger, indem sie Wege befestigten, Herbergen bauten und Brücken errichteten. Johannes gründete an dieser Stelle ein Hospiz, um Reisenden Schutz vor den Gefahren der damals unwegsamen und von Räubern bewohnten Wälder zu bieten.
In der Kirche hat er seine letzte Ruhestätte in diesem kunstvoll verzierten Grabmal gefunden.

Auf dem Rückweg zum Abzweig zeigt sich mir diese Landschaft.

An einem Kreisverkehr an der Zufahrt zur Stadt steht diese moderne Skulptur mit Kalabasse und stilisierter Muschel.

Mein heutiges Domizil, das Hostel Catedral Burgos.
Mein Fahrrad findet Unterschlupf im Flur vor dem Aufzug, in den es leider nicht rein zu kriegen ist.

Impressionen von Burgos:


Samstag, 19. September 2026

Von Alesanco nach Villafranca Montes de Oca

Tag 36
Samstag, 19.09.26
Alesanco - Villafranca Montes de Oca
🚴 49 km
⬆️ 780 Hm
⬇️ 410 Hm

Die WetterApp zeigt 9 Grad an, so dass ich mich für eine lange Fahrradhose entscheide.
Unterwegs merke ich, dass ich besser die Thermohose und Handschuhe angezogen hätte. Dafür ist es aber jetzt zu spät, unterwegs umziehen ist schwierig, da ich die Packtaschen in der Landschaft ausräumen müsste. Entschädigt werde ich mit einem fantastischen Sonnenaufgang über den fernen Hügeln.

In der Ferne entdecke ich einen Gleitschirmflieger und frage mich, wie kalt es da oben wohl sein mag.

Ein paar Kilometer weiter sehe ich schon wieder Flugobjekte. Es sind drei Gleitschirmflieger und ein Hausluftballon.

Blick auf Santo Domingos de la Calzada.

Imposantes Eingangstor zu den Bodegas Señorío de Villarrica in La Rioja.


Die Kathedrale von Santo Domingo. Hier ist die Gradstätte des Hl. Domingo und auch das sogenannte Hühnerwunder wird in der Kirche lebhaft dargestellt.

Hühnerstall in der Kirche.

Das Alabaster Grabmal des Hl. Domingo.
Domingo García (1019–1109) lebte zuerst zurückgezogen als Eremit, bevor er sich mit der Hilfe von Bischöfen und dem König der Aufgabe widmete, die Infrastruktur des Jakobswegs zu verbessern.
Darunter die Krypta mit den Gebeinen des Heiligen.

Nach Santo Domingo verändert sich die Kulturlandschaft, keine Reben mehr sondern Getreideanbau.
Wie so oft ist das nur eine freundliche Empfehlung, deren Beachtung nur einen Umweg mit sich bringen würde.
Die N 120 lässt sich aufgrund der Sperrung wunderbar befahren, war einen - gelungenen - Versuch Wert.
Granon ist eine kleiner Ort und die letzte Station des Jakobswegs innerhalb der autonomen Region La Rioja.
Am Ortsausgang wechsele ich dann doch noch die Klamotten, nicht auf Thermo sondern auf kurze Hose, die Sonne brennt schon ganz gut. Daher ist auch Sonnencreme nötig.
In den weiten Feldern ein Rastplatz für die Pilger.

An dieser Tafel, die den weiteren Wegverlauf darstellt, ist die Grenze zwischen La Rijoa und Castillia y Leon.

In Belorado scheint diese Kirche in den Berg gebaut zu sein.

Im Ort gibt es diverse Wandmalereien.

Schließlich komme ich noch an der Pilgerherberge in Tosantos vorbei.
Im Jahr 2005 war ich schon mal mit dem Fahrrad auf einem Teilstück des Jakobswegs zusammen mit Christian und Oliver unterwegs und wir haben in dieser Herberge übernachtet. Der damalige Herbergsvater wurde wegen seiner besonderen Art "General" genannt.
Dort ist auch diese Felsenkapelle zu sehen, die wir damals mit dem "General" besucht haben.

Mein heutiges Ziel ist die Casa rural La Alpargatería in Villafranca Montes de Oca.