Mittwoch, 23.09.26
Calzada de los Molinos - Reliegos
🚴 68 km
⬆️ 450 Hm
⬇️ 450 Hm
8 Uhr - 8 Grad, da stellt sich wieder die Frage nach langer oder kurzer Hose. Da für 9 Uhr bereits 16 Grad vorausgesagt sind, entscheide ich mich für kurze Hose und Sonnencreme. Allerdings fahre ich die erste Stunde noch mit Jacke und Kapuze.
Kurz nach dem Ortsausgang wechsele ich an diesem Stein auf den Wanderweg.
Nach einigen Kilometern sorgt ein Foodtruck für Verpflegung. Mir ist es noch zu früh für Frühstück, ein Apfel mit einem löslichen Kaffee im Hostal reichen mir zunächst mal.
Nach etwa 14 km erreiche ich Calzadilla de la Cueza.
In der Bar am Ortseingang bietet sich eine Frühstückspause an.
Die Meseta hat sich etwas verändert, ein wenig hügelig oder wellig und nicht mehr so weitläufig.
Kaum zu erkennen, aber in dieser Tüte ist Uschis Hose. Sie hatte diese vor einigen Tagen in der Casa Morena in Ledigos auf der Wäscheleine hängen gelassen. Da ich heute ohnehin dort vorbei kam, habe ich sie abgeholt und werde sie mit zurück nach Deutschland nehmen.
Wandmalerei in Sahagún.
Iglesia de San Tirso in Sahagún aus dem 12. Jahrhundert aus Backstein gebaut.
Der Arco de San Benito in Sahagún diente ursprünglich als südliches Portal der Kirche des ansonsten zerstörten Klosters San Benito. Die Straße wurde so angelegt, dass der Verkehr heutzutage durch den Bogen fließt.
Der Fußweg ist über lange Strecken mit schattenspendenden Bäumen gesäumt.
In Bercianos del Real Camino sieht man etliche alte aus Lehm gebaute Gebäude.
Und ich entdecke diese Erdhäuser, die allerdings unbewohnt aussehen.
Vor mir sind auch Radfahrer auf der Straße. Seit einigen Tagen begegne ich immer wieder welchen.
In der Albergue Las Hadas in Reliegos übernachte ich heute.
Statt Etagenbett im achter Zimmer nehme ich diesen großen Raum mit sechs Betten und viel Platz. Hinten rechts in der Ecke mache ich es mir gemütlich. Leider keine Steckdose in der Nähe, großens Manko!
Die Wäsche ist bei 30 Grad und sanftem Wind schnell trocken.
Und mein Fahrrad hat auch einen Platz gefunden.
Die Wäsche ist bei 30 Grad und sanftem Wind schnell trocken.
Und mein Fahrrad hat auch einen Platz gefunden.
Der krönende Abschluss des heutigen Tages ist dieses gemeinsame köstliche Essen in der Herberge.
Das gemeinsame Abendessen ist immer eine interessante Begegnung mit Gesprächen über den Weg, das Wetter und Gott und die Welt.
Auf dem Camino kommt die Welt - friedlich - zusammen. An meinem Tisch saßen ein Amerikaner, ein Schwede, ein Weltenbummler, der alle paar Jahre den Wohnort wechselt von Frankreich über Spanien, USA und aktuell Kroatien. Dann sitzt neben mir ein Deutscher aus Fulda, wo er vor dreieinhalb Monaten losgegangen ist, Respekt!