Dienstag, 18. August 2026

Von Thionville nach Pont-a-Mousson

Tag 4
Dienstag, 18.08.2016
Thionville - Pont-a-Mousson
🚴 74 km
⬆️ 380 Hm
⬇️ 360 Hm

Hier an der Brücke sitzt man ganz nett, um mal wieder den Blog zu pflegen.
Der Himmel sieht zwar dunkel aus, es sind aber jetzt um 18 Uhr noch 28 Grad gemäß der Anzeige im Ort - vielleicht fallen ja später ein paar Tropfen.
Ich bin jedenfalls heute wieder trocken geblieben. Manchmal dachte ich, einen Tropfen abbekommen zu haben, aber letztlich blieb der auch hier dringend nötige Regen aus und es radelte sich prima bei sommerlichen Temperaturen, der Fahrtwind brachte eine leichte Kühlung.
Als ich heute morgen gegen 8 Uhr losfuhr, waren es wieder 18 Grad und der Weg führte mich über die Brücke zur Stadt. Will ich mir die heute morgen noch genauer ansehen? Ne, ich hatte keinen Nerv und wollte lieber Strecke machen. So blieb es bei ein paar Fotos vom Stadtrand.
Die Route verläuft heute wieder an der Mosel entlang mit dem wirklich gut ausgebauten und beschilderten Radweg. Stadtauswärts ist die Mosel kanalartig eingepfercht.
Schon bald erreiche ich eine Schleuse.
Und weiter geht's auf dem Radweg
bis zur nächsten Schleuse

Dann wieder ein Abschnitt mit schnurgerader Mosel, an der sich viele Industrieanlagen mit Verladestatioen angesiedelt haben. Komisch, den ganzen Tag habe ich nur ein Schiff (s. o.) gesehen. Ob die wegen des Niedrigwasser im Rhein derzeit Urlaub machen müssen?

Zwischendurch gehts es noch durch etwas Kulturlandschaft mit Gemüseanbau 
bevor ich am späten Vormittag Metz erreiche.
Damit ich mir die beindruckende katholische Cathédrale Saint-Etienne de Metz auch innen ansehen konnte, stelle ich mein Fahrrad aus Sicherheitsgründen am Eingangsportal ab. So konnte ich immer wieder einen kurzen Blick drauf werfen.

Fotos aus dem Umfeld der mächtigen Kathedrale.
Schließlich komme ich noch an der protestantischen Kirche Temple Neuf vorbei.
Nach einer Pause in einem kleinen Imbiss folge ich wieder der Mosel und wäre fast an diesem römischen Aquädukt vorbei gefahren.
Seit ich Metz hinter mir gelassen habe, sehe ich gelegendlich Hinweisschilder mit der stilisierten gelben Muschel auf blauem Grund: ich bin auf dem Jakobsweg😊
Mit diesen beiden Türmen des Abbaye des Prémontrés (Prämonstratenser-Abtei, ein barocker Klosterkomplex)kündigt sich mein heutiger Zielort an: Pont-a-Mousson. Die Stadt ist durch die Mosel zweigeteilt und durch die Pont sind beide Stadtteile verbunden.

Eglise Saint-Martin
Die Brücke wurde 1944 zerstört und 1949 wieder aufgebaut.
Ach, übrigens, die Bank, auf der ich eben noch saß, habe ich schnell wieder verlassen.
Die ist einfach zu unbequem und hart für meinen Hintern, der noch lange auf dem Fahrradsattel aushalten soll.

Montag, 17. August 2026

Von 🇩🇪 Trier nach 🇫🇷 Thionville

Tag 3
Montag, 17.08.2016
Trier - Thionville
🚴 80 km
⬆️ 420 Hm
⬇️  400 Hm

Heute war erneut ein Tag des Abschieds: vorgestern von meiner Familie beim Tourstart und heute von Christian, der zurück nach Hause fährt.
Bei mir geht's heute rüber nach Frankreich. Das ist schon ein sehr eigenartiges Gefühl, nun alleine weiter zu fahren und heute begleitet mich daher schon etwas Wehmut - das waren zwei schöne Tage mit Christian!

Der Weg verläuft an der Mosel entlang und nach wenigen Minuten passiere ich auch schon St. Matthias. 
Hierhin waren wir gestern noch geradelt, so dass ich heute ohne Zwischenstop dem Moselradweg folge.
Als wir heute Morgen gegen 8 Uhr starten, waren es wieder frische 18 Grad und für den Vormittag war etwas Regen angekündigt. Als es zu tröpfeln beginnt, ziehe ich meine leichte Regenjacke über.
Nach kurzer Zeit wird daraus eine ordentliche Schauer und ich finde in Oberbillig unter einem großen Sonnenschirm Schutz.
Der Regen prasselt auf die Mosel und die hier einmündende Sauer.
Nach der kurzen Zwangspause geht es weiter entlang der Mosel vorbei ein Weinreben und diversen kleinen Orten.
Auf der gegenüberliegenden Moselseite ist nun schon Luxemburg.
Hinter Pfalzem durchquere ich ein Feuchtgebiet.
Und gegen Mittag erreiche ich die Brücke zwischen Perl und Schengen (Luxemburg).
Nun ist es auch Zeit für eine Pause und einen Mittagssnack im Biergarten eines kleinen Imbiss in Perl, bevor die letzten 30 km auf mich warten.

Kurz hinter Perl erreiche ich den kleinen Eifelturm bei Apach, das liegt schon in Frankreich. 

Die Grenze hatte ich ein kurzes Stück vorher unbemerkt überschritten, so wie das in Europa Standard ist, nicht zuletzt durch das Schengener Abkommen, ein wichtiger Vertrag in Europa. Es sorgt dafür, dass Menschen an den Grenzen zwischen den teilnehmenden Ländern meistens nicht mehr kontrolliert werden. Das Abkommen wurde im Jahr 1985 im Ort Schengen in Luxemburg unterschrieben.

Nun bin ich also in Frankreich angekommen und der Moselradweg nennt sich hier "La Voie Bleue".
Das einzig Auffällige ist, dass sich die Landschaft etwas verändert hat. Die bisherigen steilen Moselhänge wurden von einer flachen, weitläufigen Landschaft abgelöst.
Im Hotel angekommen war nach der wohltuenden Dusche erstmal Wäsche waschen angesagt. Da Not bekanntermaßen erfinderisch macht, nutze ich kurzerhand die Klimaanlage zum Trocknen, das funktioniert prima. Panel auf das Shirt gerichtet und ordentlich pusten lassen 😂