Montag, 21. September 2026

Von Burgos nach Castrojeriz

Tag 38
Sonntag, 20.09.26
Burgos - Castrojeriz 
🚴 41 km
⬆️ 340 Hm
⬇️ 400 Hm

Heute war ein besonderer Tag!
Nicht, weil ich nur wenige Kilometer zu fahren hatte, sondern weil ich mich heute Morgen mit zwei Pilgerschwestern aus der Heimat getroffen habe.
Uschi und Aylin haben gestern ihren Camino von Saint Jean Pied de Port nach Sahagún mit über 430 km abgeschlossen und befinden sich nun auf der Heimreise. Eine echt Klasse Leistung, auch wegen der hohen Temperaturen, die sie hatten.
Wir drei freuen uns, dass das lange avisierte Treffen sozusagen auf den letzten Drücker noch geklappt hat. Eigentlich wollten wir uns schon eine Woche früher auf der Strecke treffen, aber durch meine Zwangspause in Frankreich war der Plan nicht aufgegangen.
Ich hole die beiden am Busbahnhof ab und wir trinken gemeinsam einen Kaffee.
Dabei schenken sie mir ein schönes Camino Armbändchen.

Schöne, dass wir uns doch noch getroffen haben, kommt gut nach Hause!!

Für mich geht es dann gegen Mittag auf's Fahrrad und auf gut ausgebauten Radwegen raus aus Burgos in die sonnige Landschaft.
Ich komme an Tardasos vorbei 
und entdecke schöne Wandmalereien.

Nun geht es über den holprigen Weg der Fußpilger hoch zur Meseta.

Das weite Land erwartet mich.

Auf einer Anhöhe über Hornillos del Camino steht dieses mit bunten Bändern geschmückte Pilgerkreuz.

Von dort geht es steil bergab zum Ort und die Bremsen werden auf eine harte Probe gestellt. Dieser Abschnitt ist für Tourenräder eigentlich ungeeignet, da er sehr steil und rutschig ist, es hat aber einigermaßen funktioniert.

Auch die Felder sind sehr steinreich, erstaunlich, dass hier etwas nutzbares wächst.

Schließlich komme ich an der kleinen und einfachen Pilgerherberge San Bol vorbei, die sehr einsam und abgelegen in den Feldern liegt. 

Kurz vor meinem Ziel erreiche ich das historische Pilgerhospital San Anton, von dem leider nur noch eine Ruine übrig geblieben ist, in der trotzdem eine Pilgerherberge betrieben wird.

Oben auf dem Hügel die Burg und unten rechts die Kirche, das ist die Ansicht, die Pilger auf dem Weg nach Castrojeriz erblicken.

Meine heutige Unterkunft, das Hostal El Manzano.
Das Fahrrad kann im Flurbereich abgestellt werden, damit bin ich sehr zufrieden.

Sonntag, 20. September 2026

Von Villafranca Montes de Oca nach Burgos

Tag 37
Sonntag, 20.09.26
Villafranca Montes de Oca - Burgos 
🚴 45 km
⬆️  420 Hm
⬇️  500 Hm

Für heute habe ich eine kurze Tour geplant, da ich Burgos besichtigen möchte und ein Tag mit weniger Kilometer mal ganz gut tut. Seit meiner Zwangspause in Limoges bin ich jeden Tag gefahren. Hier in Spanien will ich ohnehin etwas mehr Zeit für die Orte und die Landschaft einplanen.

Die Route führt weitgehend über die Nationalstraße N 120 und bietet wenig Interessantes.
Eigentlich wollte ich über San Juan de Ortega fahren, aber der Camino als auch die alternativ Strecke waren mir nicht fahrradtauglich genug, also weiter auf der Nationalstraße. 

Auf halber Strecke kommt ein Abzweig nach San Juan de Ortega. Den könnte ich nehmen, wären 3 km hin und wieder zurück mehr, das passt.

Der Ort verdankt seinen Namen und seine Existenz dem heiligen Johannes von Ortega (1080–1163), einem Schüler des Domingo de la Calzada. Gemeinsam widmeten sie ihr Leben der Verbesserung der Infrastruktur für Jakobspilger, indem sie Wege befestigten, Herbergen bauten und Brücken errichteten. Johannes gründete an dieser Stelle ein Hospiz, um Reisenden Schutz vor den Gefahren der damals unwegsamen und von Räubern bewohnten Wälder zu bieten.
In der Kirche hat er seine letzte Ruhestätte in diesem kunstvoll verzierten Grabmal gefunden.

Auf dem Rückweg zum Abzweig zeigt sich mir diese Landschaft.

An einem Kreisverkehr an der Zufahrt zur Stadt steht diese moderne Skulptur mit Kalabasse und stilisierter Muschel.

Mein heutiges Domizil, das Hostel Catedral Burgos.
Mein Fahrrad findet Unterschlupf im Flur vor dem Aufzug, in den es leider nicht rein zu kriegen ist.

Impressionen von Burgos: