Tag 34
Diese offene, weitläufige strohgelbe Landschaft mit grünen Oasen aus Reben begeistert mich, dazu der Sommerduft der Pinien und der Geruch nach Anis vom wilden Fenchel!Für die Marktbeschicker beginnt der Morgen mit dem Grillen der Paprika, man riecht es schon von weitem und ich biege mal kurz hinter die noch geschlossenen Marktstände ab.
Nach diesem Fototermin gibt es erstmal Frühstück in einer Bäckerei in Puenta la Reina mit frisch gepresstem O-Saft.
Die Sonne ist auch schon wach, aber es sind nur 14 Grad.
Dann öffnet sich die Landschaft. Das ist für mich Genuss pur!
Blick auf Maneru.
Blick auf Cirauqui.
Etwas abseits des Weges sehe ich eine Kapelle im Feld und steuer sie an. Es ist die Ermita de San Miguel Arcángel in der Nähe des Ortes Villatuerta. Gemini weiß dazu:
"Ursprünglich war der Ort ein benediktinisches Kloster, das im Jahr 1062 von König Sancho dem aus Peñalén dem Kloster von Leire gespendet wurde. Im 16. Jahrhundert verlor es seine religiöse Gemeinschaft und wurde zur Ermita."
Also schon etwa 1.000 Jahre alt.
Die die Kapelle umgebenden Olivenbäume und scheinen auch schon sehr alt zu sein und sie tragen reichlich Früchte.
Der Weg führt mich hoch zum
Kloster Santa Maria Real de Irache.
Kloster Santa Maria Real de Irache.
Mit dem berühmten Weinbrunnen für Pilger.
Aber auch den Wasserhahn nutze ich, um meine Trinkflasche nach dem leckeren Schluck Wein aufzufüllen.
Hier wächst der Rebensaft.
Blick auf Azqueta.
Aussicht auf die Weinberge von Villamayor de Monjardin.
In Los Arcos besuche ich die Kirche Santa Maria.
Das prachtvolle, monumentale, reich dekorierte Gebäude wurde vom 12. bis 18. Jahrhundert erstellt und umgebaut.
Vor dem Portal befindet sich ein offener Vorbau.
In der Mitte des kunstvollen Portals ist die Muttergottes dargestellt. Sie wird durch die astronomische Ausrichtung des Portals zweimal im Jahr vom Sonnenlicht hell angestrahlt, wobei der Rest im Schatten liegt.
Statue des Apostels Jakobus als Pilger dargestellt.Mein Ziel Sansol ist in der Ferne schon zu sehen, nur noch wenige Kilometer durch die hügelige Landschaft genießen.
Meine Unterkunft ist die Albergue La Vespa Hostel & Bar, die einsam am Ortsrand liegt. Es scheint ein relativ neues Gebäude zu sein.
Mit Waschmaschine,
die ich natürlich nutze, um nochmal alles gründlich zu waschen statt des täglichen Auswaschens.
Zwei freundliche französische Pilgerinnen waschen ihre Klamotten gleich mit und bedienen dankenswerterweise die Waschmaschine 😉