Sonntag, 16.08.2016
Gerolstein - Trier
🚴 86 km
⬆️ 880 Hm
⬇️ 1.190 Hm
Nach einer erholsamen Nacht und einem Sonntagsfrühstück mit Rührei starten wir an der Jugendherberge gegen 8.30 Uhr bei kühlen 18 Grad.
Der Weg durch den Ort führt uns zum Kyllradweg Richtung Lissingen. Dort treffen wir auf die erste Wegsperrung wegen umfangreichen Bauarbeiten an der parallel verlaufenden Landstraße sowie der Bahnlinie, beide waren nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 stark beschädigt worden.
Für uns Eifeler sind Sperrschilder und Absperrungen allerdings lediglich Hinweise, die nicht zwingend zu beachten sind. Also an der Absperrung vorbei auf den ohne Probleme zu befahrenden Radweg. Auch die parallel verlaufende Landstraße wäre befahrbar gewesen, es fehlte lediglich die Markierung und an manchen Stellen Leitplanken.
Jedenfalls sind wir prima bis Birresborn durchgekommen, das werden wir so beibehalten, schließlich ist heute Sonntag und die diversen Baustellen ruhen.
Auf diesem Abschnitt kommen wir auch an der Lindenquelle vorbei, die allerdings derzeit trocken ist.
Auf die nächste Sperrung vor Kyllburg wird an einem Abzweig mit Umleitungsempfehlung hingewiesen. Aber was soll's, hat doch vorhin gut geklappt, also weiter auf dem Radweg bis vor den Tunnel vor Kyllburg. Dort befand sich eine größere Baustelle für eine neue Eisenbahnbrücke über die Kyll, dead end, alles rundum erkundet, es ging diesmal nicht weiter.
Bei einem Blick auf Google Maps sehen wir, dass die steil hochführende Baustraße zur Landstraße hin führt, die wir bei der Umleitungsempfehlung hätten nehmen können - damit waren wir dann doch die lucky looser.
In Kyllburg, das wir kurz darauf erreichten, war kein Kaffee zu bekommen, also weiter ziemlich steil hoch. Oberhalb des Ortes fanden wir zwei freie Sonnenliegen vor, die sich für eine Rast bestens eigneten und gleichzeitig eine tolle Aussicht auf die gegenüber liegende Stiftskirche boten.
Bei Philippsheim erschienen dann wieder Hinweise auf eine Streckensperrung. Glücklicherweise kam aus dem gesperrten Weg ein Auto, und ich fragte die Fahrerin, ob man trotz Hinweis durchkäme. Das war diesmal leider nicht der Fall. Es gibt wohl einen Sperrzaun, der bis in die Kyll reiche, damit Radler (wie wir) tatsächlich nicht durchkommen.
So haben wir dann die Umleitung über Speicher genommen, wo sich eine Pizzeria für die nächste Rast anbot.
Nachdem wir unsere Fahrt fortsetzen, schloss ein Radfahrer zu uns auf, mit dem wir ins Gespräch kamen. Er war sehr ortskundig und hatte im Prinzip den gleichen Weg, so dass er anbot, bis Trier gemeinsam zu fahren.
Das brachte uns echte Vorteile, weil unser Begleiter genau wusste, wo man den Kyllradweg nutzen konnte und wo besser nicht.
Diese Stelle war ihm allerdings nicht bekannt:
Aber er hatte sofort eine Lösung parat und nach 200m Feldweg ging's auf dem Radweg weiter, bis wir schließlich die Mosel erreichten und unser Guide sich verabschiedete.
Von hier aus ging es auf dem mir bekannten Moselradweg weiter bis nach Trier.
Nach dem Beziehen des Zimmers und einer kurzen Pause mit einem Kaltgetränk machen wir uns nochmal auf den Weg zu St. Matthias, so dass der Tacho am Ende des Tages 92 km anzeigte.