Mittwoch, 19.08.2016
Pont-a-Mousson - Chalaines
🚴 74 km
⬆️ 670 Hm
⬇️ 590 Hm
Vergangene Nacht hat es ein wenig geregnet und die Luft ist heute Morgen feucht und etwas drückend bei 20 Grad.
Beim Verlassen der Stadt ein letztes Foto
leider mit dunklen Wolken, die sich nach einigen Kilometern auch öffnen aber dann auch schnell wieder schließen.
Die Route verläuft wieder an der Mosel entlang auf guten Wegen, streckenweise auch über Landstraßen.
Als ich an dieser Stelle
einen kurzen Stop einlege und ein paar Gedanken notiere, hält zunächst ein radelndes Paar an und kurz danach ein weiterer Radfahrer jeweils mit der Frage "Avez-vous un problème ?" - gücklicherweise nicht, ich wische nur etwas Text auf dem Handy für diesen Blog.
Hier in Frankreich ist auffällig, dass man sich grüßt, immer ein Bonjour, auch im Vorbeifahren, bei uns gibt es höchstens ein leichtes Kopfnicken.
Und weiter geht's an der Mosel entlang.
Blick auf Liverdun, wo ich eine Ehrenrunde um den Ort gedreht habe, da ich die Karte im Navi nicht richtig interpretiert hatte.
Gegen Mittag erreiche ich die historische Kleinstadt Toul mit ihrer Kathedrale Saint-Étienne: Eine beeindruckende gotische Kathedrale mit einer imposanten Fassade. Sie beherbergt einen der größten gotischen Kreuzgänge Frankreichs.
In Toul mache ich dann Mittagspause und füttere auch das Fahrrad-Akku.
Auf dem Weg hierhin hatte ich, wie auch gestern, unangenehmen Gegenwind und musste den Motor mit etwas mehr Strom versorgen.
Auf dem Weg hierhin hatte ich, wie auch gestern, unangenehmen Gegenwind und musste den Motor mit etwas mehr Strom versorgen.
Das Thermometer ist inzwischen auf 25 Grad geklettert und die Sonne brennt ordentlich. Es ist höchste Zeit, mich mit Sonnencreme einzureiben.
Auf dem Weg aus der Stadt geht es nun nicht mehr entlang der Mosel, sondern ich folge dem fast ausgetrockneten Canal de la Marne au Rhin Ouest (Rhein-Marne-Kanal, westlicher Abschnitt).
Um von Toul aus nicht die stark befahrene Landstraße über Blenod de Toul nehmen zu müssen, folge ich der von Komoot vorgeschlagen Route durch Felder und Wälder.
Das war eine Fehlentscheidung!
Was mit gewöhnlichen Feld- und Waldwegen beginnt, endet in einer sehr anstrengenden Fahrradschieberei bergauf durch sehr unwegsames Gelände mit teilweise zugewachsen Wegen und das bei der Hitze.
Ich bin ordentlich am Schnaufen und muss alle paar Minuten eine kurze Atempause einlegen.
Als die Schieberei endlich vorbei ist und ich wieder in die Pedalen treten kann, bremste mich ein umgestürzter Baum aus.
Um darunter her zu kommen, muss ich die Gepäcktaschen vom Rad nehmen und das Rad quer drunter her schieben.
Komisch, ich hatte keinen Frust dabei !?
Nachdem ich aus dem Wald heraus komme, öffnet sich die Landschaft. Weite Ackerflächen sind zu sehen und mein heutiges Ziel ist nur noch wenige Kilometer entfernt, die ich auf der Landstraße zurücklegen kann.
Nach dem Beziehen meines für heute reservierten Zimmers und einer ausgiebigen Dusche mache ich mich auf den Fußweg ins 1 km entfernte Vaucouleurs wo ein Thermometer 32 Grad anzeigte.
Dabei passiere ich eine kleine Brücke über die hier fließende Maas.
Vaucouleurs spielte eine wichtige Rolle im Leben von Johanna von Orléans (Jeanne d’Arc). Von hier aus startete sie im Februar 1429 ihre Reise zum Dauphin (dem späteren König Karl VII.) nach Chinon, um Frankreich im Hundertjährigen Krieg zu retten und die Belagerung von Orléans zu brechen.