Montag, 14. September 2026

Von Orthez nach Larceveau

Tag 31
Montag, 14.09.26
Orthez - Larceveau 
🚴 61 km
⬆️ 1.080Hm
⬇️ 1.000Hm

Heute Morgen habe ich zuerst Ludovic einen Besuch abgestattet. Er betreibt einen Fahrradladen und macht kleinere Reparaturarbeiten. 
Die waren nötig geworden, da die Schaltung neu justiert werden musste. Beim ersten Gang sprang die Kette über das Zahnrad hinweg und auch bei den anderen Gängen hörte ich, dass was nicht stimmte. Das hatte Ludovic schnell erledigt. Bei der am Fahrradständer abgebrochenen Schraube konnte er jedoch nichts machen, zumal er auch keine Schrauben hatte.

Auf dem Weg aus der Stadt komme ich an der mittelalterlichen Brücke Le Pont Vieux mit diesem Turm vorbei.
Über Landstraßen geht die Fahrt durch die hügelige Landschaft weiter.

Unterwegs treffe ich diesen Pilgerkollegen.

Immer wieder erblicke ich in der Ferne die Silhouette der Pyrenäen und an einigen Stellen habe ich eine schöne Aussicht auf die Gipfel.
Die Landschaft ist grandios. Es ist zwar ein ständiges rauf und runter, aber die Ausblicke sind herrlich.

In Sauveterre-de-Béarn wird es Zeit für eine Kaffeepause 
und die Besichtigung der Kirche
mit einem sehr schönen Portal
und einem schönen Marienaltar.

Inzwischen bin ich im Baskenland angekommen. Man erkennt es deutlich an den ordentlichen und gepflegten Orten. Auch der Baustil hat sich verändert.
In fast jedem Dorf sieht man diese Prallwände (Frontón) des baskischen Nationalsports Pelota.

Auf meiner Route liegt die Gibraltar Stele. Sie markiert die Stelle, an der die drei französischen Jakobswege vor Saint Jean Pied de Port zusammentreffen.

Gegenüber eine schöne Wandmalereie.
Mein Quartier ist in dem Örtchen Au Bourg /  Larceveau-Arros-Cibits.
Morgen steht erneut eine Bergetappe an. Die Pyrenäen wollen überwunden werden und Spanien wartet.

Sonntag, 13. September 2026

Von Mont-de-Marsan nach Orthez

Tag 30
Sonntag, 13.09.26
Mont-de-Marsan - Orthez 
🚴 70 km
⬆️ 1.300 Hm
⬇️ 740 Hm

Mein Hotel lag am Stadtrand, so dass ich heute Morgen erstmalig durch die Stadt fahre und direkt ein paar Fotos mache.

Zuerst Donjon Lacataye, ein Bergfried einer Burg aus dem 14. Jahrhundert.

Das Theater.

Bronzeskulptur "La plongeuse".

Am späten Vormittag erreiche ich Saint Sever. In der Bar gegenüber der Kirche finde ich einen schattigen freien Platz und genieße einen Kaffee mit einem Croissant aus der Bäckerei nebenan. Auch die Bar gegenüber ist gut besucht, alle Plätze sind besetzt.

Anschließend besuche ich die Kirche, wo ich zwei belgische Pilger treffe. Sie sind überrascht, dass ich alleine unterwegs bin.
Die beiden berichten, dass sie in allen Kirchen dem Herren einen Lobpreis singen.



Dann geht's weiter durch die sonnige Landschaft.

Direkt mal gegoogelt, was das ist:

Am frühen Nachmittag erreiche ich Orthez, mein heutiges Ziel.

Die heutige Strecke war ein ständiges auf und ab. Bremsen und Schaltung wurden stark beansprucht, aber auch die Muskeln mussten liefern.

Seit gestern bin ich vier Wochen unterwegs und habe gut 1.400 km zurückgelegt. Ich hoffe, dass ich weiterhin gut voran komme. Dann würde ich am Dienstag Spanien erreichen. 
Die Pyrenäen sind nicht mehr weit entfernt, heute konnte ich sie mehrmals in der Ferne erblicken.