Donnerstag, 24. September 2026

Von Reliegos nach Hospital de Orbigo

Tag 41
Donnerstag, 24.09.26
Reliegos - Hospital de Orbigo 
🚴 66 km
⬆️ 290 Hm
⬇️ 290 Hm

Nach einer geruhsamen Nacht und einem Tässchen Kaffee fahre ich in den kühlen Morgen.
Gleich nach dem Ort wird es nass. Hier wird kräftig gewässert.
Aus diesem Kanal werden die Bewässerungsanlagen gespeist.
Nach einer Frühstückspause in Mansila de las Mulas 

führt der Camino Richtung Leon, wo ich schon mehrfach war. Lange vor der eigentlich schönen und interessanten Innenstadt passiert man Gewerbe- und Industriegebiete. Die Strecke ist nicht besonders reizvoll und daher entschließe ich mich, Leon in einer südlichen Schleife zu umfahren.

Diese Wasserrinnen begegnen einem überall im Land.
Interessant ist, dass der Kanal unter der Straße durchführt und der Wasserdurchfluss ähnlich wie ein Siphon funktioniert.

Die endlose Weite der Meseta habe ich im Bereich von Masilas de las Mulas hinter mir gelassen und bin nun im Leoner Vorland.
In Antimio de Arriba komme ich an diesen Erdhäuser vorbei, die allerdings nicht bewohnt aussehen.
Ob dieser Ofen noch benutzt wird?

Viel Ödland rechts 
und links
des Weges.

Etliche Kilometer weiter kommt die Maisregion. Maisanbau soweit das Auge reicht.


Auch in Villar de Mazarife gibt es Erdhäuser. Mindestens eins davon wird als Bodega genutzt. Ab hier bin ich zurück auf dem Camino Frances.

Hospital de Orbigo, mit dieser riesigen Brücke, ist mein Ziel.
Die Puente del Paso Honroso mit 19 Bögen wurde im 13. Jahrhundert als Teil der alten Römerstraße gebaut, die die Städte Legio (Leon) und Asturica Augusta (Astorga) verband.

Die Störche sind schon gen Süden geflogen.




Mittwoch, 23. September 2026

Von Calzada de los Molinos nach Reliegos

Tag 40
Mittwoch, 23.09.26
Calzada de los Molinos - Reliegos 
🚴 68 km
⬆️ 450 Hm
⬇️ 450 Hm

bereits 16 Grad vorausgesagt und die neuen 
Kurz nach dem Ortsausgang wechsele ich an diesem Stein auf den Wanderweg. 

Nach einigen Kilometern sorgt ein Foodtruck für Verpflegung. Mir ist es noch zu früh für Frühstück, ein Apfel mit einem löslichen Kaffee im Hostal reichen mir zunächst mal.

Nach etwa 14 km erreiche ich Calzadilla de la Cueza.

In der Bar am Ortseingang bietet sich eine Frühstückspause an.

Die Meseta hat sich etwas verändert, ein wenig hügelig oder wellig und nicht mehr so weitläufig.

Kaum zu erkennen, aber in dieser Tüte ist Uschis Hose. Sie hatte diese vor einigen Tagen in der Casa Morena in Ledigos auf der Wäscheleine hängen gelassen. Da ich heute ohnehin dort vorbei kam, habe ich sie abgeholt und werde sie mit zurück nach Deutschland nehmen.


Wandmalerei in Sahagún.

Iglesia de San Tirso in Sahagún aus dem 12. Jahrhundert aus Backstein gebaut.
Der Arco de San Benito in Sahagún diente ursprünglich als südliches Portal der Kirche des ansonsten zerstörten Klosters San Benito. Die Straße wurde so angelegt, dass der Verkehr heutzutage durch den Bogen fließt.

Der Fußweg ist über lange Strecken mit schattenspendenden Bäumen gesäumt.

In Bercianos del Real Camino sieht man etliche alte aus Lehm gebaute Gebäude.

Und ich entdecke diese Erdhäuser, die allerdings unbewohnt aussehen.

Vor mir sind auch Radfahrer auf der Straße. Seit einigen Tagen begegne ich immer wieder welchen.
Wegkreuz am Ortseingang von El Burgo Ranero 

In der Albergue Las Hadas in Reliegos übernachte ich heute.

Statt Etagenbett im achter Zimmer nehme ich diesen großen Raum mit sechs Betten und viel Platz. Hinten rechts in der Ecke mache ich es mir gemütlich. Leider keine Steckdose in der Nähe, großens Manko!

Die Wäsche ist bei 30 Grad und sanftem Wind schnell trocken.

Und mein Fahrrad hat auch einen Platz gefunden.
Der krönende Abschluss des heutigen Tages ist dieses gemeinsame köstliche Essen in der Herberge.
Das gemeinsame Abendessen ist immer eine interessante Begegnung mit Gesprächen über den Weg, das Wetter und Gott und die Welt.
Auf dem Camino kommt die Welt - friedlich - zusammen. An meinem Tisch saßen ein Amerikaner, ein Schwede, ein Weltenbummler, der alle paar Jahre den Wohnort wechselt von Frankreich über Spanien, USA und aktuell Kroatien. Dann sitzt neben mir ein Deutscher aus Fulda, wo er vor dreieinhalb Monaten losgegangen ist, Respekt!