Freitag, 27. September 2019

Salinas - El Pito

Unser heutiger Wandertag beginnt bei angenehmen 16 Grad mit einem steilen Aufstieg nach San Martin. Von hier oben hat man einen guten Überblick über Salinas und man versteht nicht, weshalb diese schöne Badebucht von solchen Betonklötzen umbaut worden ist.

Schon bald geht es wieder bergab und anschließend hinauf auf den gegenüber liegenden Hügel. Oben können wir kurz einen Blick auf das Meer erhaschen.

Ab und an hört man in der Ferne Flugzeuge starten und landen. Der kleine Provinzflughafen Asturias ist ganz in der Nähe und wir passieren ihn später mit 1 km Entfernung.

Unser Weg führt über den Bergrücken und verläuft irgendwann wieder hinab ins Tal nach San Martin. Dort geht es auf der gegenüber liegenden Seite erneut hinauf auf einen Bergrücken Richtung Flughafen. Anschließend verläuft der Weg eine längere Strecke über schöne Waldwege.

Zwischendurch schon mal eine kleine Regenschauer, dann aber kurz vor Soto del Barco kommt die Sonne wieder zum Vorschein.

Schon bald hören wir auf den bisher einsamen Waldwegen Zivilisationsgeräusche: Maschinen, Verkehr, Hundegebell .... Wir näher uns demnach der nächsten Ortschaft.

Nach 3,5 Stunden machen wir in Soto del Barco unsere erste nennenswerte Pause. Unsere Füße und Beine freuen sich über die Entlastung und zum Getränk wird auch noch ein leckeres Pincho gereicht. Dieser kleinen leckeren Beigaben sind hier üblich, dennoch hat man sie nicht immer.


Schon bald fängt es wieder an zu regnen und wir verziehen uns von draußen nach drinnen.

Die nächsten Stunden immer wieder Nieselregen und trübes Wetter im Wechsel, aber nicht kalt. Daher entschließen wir uns, die letzten Kilometer entlang der Landstraße zu gehen, da wir dort zügiger voran kommen als bei der etwas längeren Variante durch den Wald.

https://www.komoot.de/tour/t96306196?ref=atd

Die Ausbeute an Fotos ist bei trübem Wetter nicht gerade üppig.










Donnerstag, 26. September 2019

El Monte - Salinas

Je mehr wir uns talwärts dem kleinen Ort Trabaza nähern, um so lauter werden die Umgebungsgeräusche. Schon bald sehen wir die ersten hohen rauchenden und dampfenden Industrieschornsteine. Im Tal ist Schwerindustrie angesiedelt mit Bahnanschluss, Verladedstation und Autobahnanbindung.

Der Camino verläuft nun zunächst entlang der stark befahrenen AS-19 mit viel Schwerlastverkehr. Die angenehme beschauliche Ruhe von El Monte ist vorbei.

Die nächsten 3 km verlaufen durch Industrieanlagen; das ist zwar interessant aber nicht schön.

In Trasona ist erst mal Boxenstopp mit cafe von leche und Bekleidungserleichterung, da es schon ziemlich warm geworden ist. Die Bar hat starkes WLAN, so dass ich die gestrigen Fotos zügig hochladen kann.

Die gelben Pfeile, die den Camino markieren, sind fortan sehr widersprüchlich, zeigen in entgegengesetzte Richtungen und stimmen mit unserem Pilgerführer nicht überein. Daher entschließen wir uns, auf der AS-19 zu bleiben, da diese auf jeden Fall nach Avilés, der nah gelegenen Großstadt, führt.

Vor der Stadt markieren wieder gelbe Pfeile den Weg, und wir orientieren uns wieder daran und werden ins Zentrum geführt, das wir nach insgesamt ca. 12 km erreichen.

Nach einer kurzen Rast in der Altstadt führt der Camino bergauf aus der Stadt heraus. Nach drei km auf einer Anhöhe angekommen hören wir bereits das Rauschen des Meeres in der Ferne und nach einigen Kurven öffnet sich der Blick auf das in der Ferne liegende Meer. Von hier nur noch zwei km bergab durch Eukalyptuswald stehen wir schon bald vor unserem heutigen Hotel.

Den Nachmittag verbringen wir auf der langen Promenade des Touristenortes im Sonnenschein.

Der Wind treibt die Wellen auf das Land zu, was eine Vielzahl an Surfern nutzt,um die optimale Welle zu finden. Am Horizont ankern etliche Frachtschiffe, die wohl auf die Freigabe zur Einfahrt in den Hafen warten.

Sieht man auf der Promenade gegen das Licht, erkennt man deutlich den Dunst, den die Wellen erzeugen. Über das dadurch entstehende Seeklima freuen sich unsere Lungen, die tagsüber reichlich Abgase verarbeiteten mussten.


















Mittwoch, 25. September 2019

Camping Deva - El Monte (Casona Los Gamonales)

Zum Frühstück ans Meer - bei morgendlichen 16 Grad starten wir Richtung Gijón. Durch die ruhigen Vororte benötigt man eine Stunde bis zum Stadtrand und weitere 30 Minuten bis zum weitläufigen Strand, wo wir in einer Bar an der Promenade mit Blick auf das Meer frühstücken.

Das Thermometer ist auf gut 20 Grad geklettert und es ist spätsommerlich warm.

Wir ziehen die Strandpromenade entlang Richtung Altstadt, wechseln  zum Jachthafen und weiter stadtauswärts durch lange Geschäftsstraßen. Nach insgesamt 14 km und einer letzten Pause in einer kleinen Bar verlassen wir die Stadt.

Jetzt geht es wieder in die Natur durch kleine Ortschaften und Siedlungen, immer nah an oder auf der Landstraße AS-19.

Die letzten Kilometer steigern nochmal kräftig an, bis wir auf einer Hochfläche nach weiteren 2,5 km unser Quartier erreichen.

Hier oben läuft eine schmale Landstraße, an der vereinzelt Höfe liegen, ansonsten nix, außer unsere Casa, die heute eigentlich Ruhetag hat. Wegen unserer Reservierung ist zwar geöffnet, aber außer uns hat sich heute niemand hierhin verlaufen.

In dieser Jahreszeit ist es während der Woche relativ ruhig, erzählt uns Enrique, der Hausherr, es kämen nur wenig Übernachtungsgäste. An den Wochenenden ist das Haus voll, dann werden hier Hochzeiten gefeiert. Er hat für 120 Gäste Plätze.

Da die Küche wegen des Ruhetages heute eigentlich nicht in Betrieb sei, fragt er, ob es reicht, wenn er uns ein paar Kleinigkeiten zubereiten würde. Dem stimmen wir gerne zu.

Im Schankraum hat Enrique für uns einen Tisch gedeckt, und spanische Köstlichkeiten stehen bereit. Neben Käse, verschiedenen Schinken- und Chorizosorten, Brot und Olivenöl. Ferner hat er eine Platte mit Tomaten und Tunfisch vorbereitet. Das sieht nicht nur lecker aus, sondern schmeckt auch lecker und ist authentische spanische Küche!

Er erzählt uns einiges aus seinem Leben und zur Casa, die früher als Bauernhof betrieben und zum Gastronomie und Tourismusbetrieb umgebaut wurde.

Zwischendurch bringt er ein hochwertiges Olivenöl, das noch besser sei als das Öl auf dem Tisch - wie wahr!

Schließlich kündigt er noch einen Nachtisch an, den wir erst nach einer längeren Pause vertilgen.

Als der Nachtisch serviert ist, verabschiedet sich Enrique in den verdienten Feierabend, und wir haben den großen Gastraum für uns allein. Das Licht könnten wir anlassen, wenn wir in unserer Zimmer gehen, seine Kinder kämen später noch nach Hause und würden es ausschalten.
Buenas noches, hasta manãna und weg war er.